Der Daihatsu HiJet 180 V - das vereinseigene E-Mobil

Eines der bisher wichtigsten Projekte unseres Vereins war die Umrüstung eines Kleinbusses auf elektrischen Antrieb.

Der Umbau umfasste den Entwurf und die Fertigung von Motoraufhängung und Batteriekasten, die Montage aller elektrischen Antriebsbaugruppen und die Integration der neuen Anzeigen und Bedienelemente in das vorhandene Fahrzeug.

Basisfahrzeug
Kleinbus aus japanischer Fertigung (Typ: Daihatsu HiJet). Baugleiche Fahrzeuge werden weiterhin angeboten, u.A. von Piaggio (Modellname: "Porter") bzw. als kommerziell erhältliche E-Mobil-Variante von Micro-Vett (beide Firmen aus Italien).
Kleinbusse und Kastenwagen sind für Umbauten besonders geeignet wegen ihrer hohen Zuladung und der Möglichkeit, die Antriebsbatterien relativ freizügig im oder unter dem Laderaum unterbringen zu können.

Baujahr: 1986,
Umbauzeitraum: 1994-1996,
Strassenzulassung als E-Mobil: 1996

Masse und Gewichte (nach Umbau)

  • Länge: 3370 mm
  • Breite: 1395 mm
  • Höhe: 1870 mm
  • Sitzplätze: 4
  • Gewicht leer/gesamt: 1100/1450 kg

Antrieb
Drehstrom-Asynchronmotor, Nennleistung 12 kW, über Kardanwelle und Differential auf Hinterräder

Antriebsregelung
IGBT-Wechselrichter, Durchgangsleistung 22 kW

Energiespeicher
Bleibatterien, Nennspannung: 180 V, Energieinhalt: 10 kWh

Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Reichweite: 40-60 km/Ladung
Verbrauch: 18 kWh/100 km ab Steckdose
(entspricht ca. 1,8 l Benzin)

Nach seiner Strassenzulassung hat der Wagen bisher ungefähr 20.000 km elektrisch zurückgelegt und wird sowohl im Alltagsbetrieb als auch für Versuche mit neuartigen Batterieladeverfahren benutzt.